Bürohaus für Stiftung Medico im Lindley-Quartier, Frankfurt

Medico im Lindley Quartier

BRIEFING

Medico International e.V. arbeitet außer mit Spenden auch mit den Renditen aus dem Stiftungskapital. Dies muss besonders sicher und angemessen angelegt sein. Bei der Suche nach geeigneten Anlagen ergab sich für die Stiftung fast zwangsläufig die Überlegung, einen Teil des Vermögens in eine Immobilie zu investieren und diese zum Teil selbst zu nutzen. Die Rendite pro Jahr errechnet sich aus den gesparten Mietkosten sowie Mieteinnahmen. Eine wesentliche Anforderung für Stiftungen, die nicht an einer Wertmaximierung über den schnellen Verkauf des fertiggestellten Projekts interessiert sind, besteht außerdem darin, dass die Immobilie langfristig ihren Wert behält. Daraus ergibt sich ein Anforderungsprofil, das für Stiftungen, die in Immobilien investieren wollen, typisch ist: Flexible Nutzungsmöglichkeiten, höchste Solidität in der Ausführung, langfristig werthaltiges Design, technisch und ökologisch zukunftsweisend. Die Qualität von Konzept und Ausführung ist zentral.

LÖSUNG

Die Lang & Cie Real Estate AG hat für die Stiftung das Projekt entwickelt und koordiniert. Dazu bot sie der Stiftung ein Grundstück im sogenannten Lindley-Quartier mit einem kompletten Gebäudekonzept an. Entwurfspartner war TEK TO NIK Architekten. Das Gebäude, im Bau seit Anfang 2016, setzt alle Ziele um, die für die Medico-Stiftung als langfristig und sozial ausgerichteter Immobilien-Anleger wichtig sind.

Das Bürohaus präsentiert sich als ein freistehender Würfel mit einer Kantenlänge von rund 25 Metern und einer Höhe von 28 Metern. Die Klinker-Fassade erinnert mit der quadratischen Rasterung, den vorspringenden Bändern zwischen den Geschossen sowie der farbneutralen Schutzverglasung an klassische Loft-Gebäude.

Innen sind auf neun Ebenen (Untergeschoss mit Tiefgarage, Erdgeschoss und sieben Etagen) alle Wünsche und Forderungen der Stiftungen verwirklicht. Die Räume sind flexibel nutzbar, die Umwelt- und Benutzerfreundlichkeit wurde durch viele Details realisiert, wie zum Beispiel durch die ausschließliche Verwendung einheimischer Hölzer.

Die Büros sind auf jeder Etage für 1 oder 2 separate Mieter einzustellen, zudem sind sie mit geringem Aufwand auf alle Formen der Kommunikation und Zusammenarbeit (Zellen-, Gruppen- oder Großraumbüros) anzupassen. Eine Sondererlaubnis erlangte TEK TO NIK für die Tiefgarage: Um Platz für Fahrräder, Duschen und Spinde zu schaffen, durfte die vorgeschriebene Anzahl von Parkplätzen verringert werden. So wird den Fahrradfahrern genauso viel Bedeutung gegeben wie den Autofahrern oder Menschen mit einer Bewegungsbehinderung. Die Fertigstellung erfolgt im ersten Halbjahr 2017.