Europark II

Briefing

„Wir haben ein Problem mit einem Grundstück in bester Bürolage. Wir wollen da möglichst schnell ein Bürogebäude hochziehen. Auf der anderen Seite möchten wir aber eine architektonische Lösung, die sehr attraktiv und einmalig wirkt und Mieter anzieht. Wichtig ist die Möglichkeit für flexible, individuelle Bürokulturen und eine gute Aufteilbarkeit der Flächen. Können Sie sich dazu etwas einfallen lassen? Möglichst schnell?“

Lösung

Unsere Lösung sieht ein Doppelatrium-Bürohaus vor mit einem großzügigen Eingangsbereich. Damit der Bau ein starkes eigenständiges Signal nach außen sendet, haben wir mit der Anordnung der Fenster experimentiert. Die Fassade aus tragenden Fertigteilen mit einer Thermohaut in unterschiedlichen Farben verwirrt und fasziniert den Betrachter, weil die Fenster senkrecht nicht eine Flucht-Linie markieren. Dadurch beginnt das Auge des Betrachters, die Fenster zu bewegen, sozusagen an die richtige Position zu schieben. Der Betrachter versucht an seinen optischen Konventionen festzuhalten und die nicht exakt lotrechten Fenster auszurichten. Da dies nicht gelingt, springen die Fenster scheinbar hin und her.

In den Atrien, die als Haupterschließungspunkte dienen, arbeiteten wir mit farbigen Glaslementen. Die durch die verschiedenen Scheiben entstehenden Reflektionen spielen auch mit dem Grundmotiv der optischen Täuschung.

Projektdaten

Projektadresse

Europapark II
Frankfurt-Rödelheim

Studie

2001

Auftraggeber

Corvus

Entwurf

Manfred Wenzel, Stefan Burger